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Architektur

Architektur

Architekturbüro:

VALENTINY hvp architectes

Länge des Gebäudes:

110 m (plus 60 m der ehemaligen Möllerei, die in ihrem alten Zustand erhalten wurden)

Stockwerke:

7 (5 öffentlich zugänglich, 1 Stockwerk für das geschlossene Magazin, 1 Stockwerk für die Technik)

Fläche:

ca. 14.000 m2 insgesamt – die sich verteilen auf…
Öffentlicher Bereich: 9.000 m2
Verwaltung: 880 m2
Magazine: 650 m2
Konferenzsaal: 310 m2
Eingangshalle: 160 m2
Bistro: 260 m2
Garten: 170 m2

Anzahl der Plätze:

> 1.000 – die sich verteilen auf…
Einzelarbeitsplätze: 558 (ausgestattet mit PCs: 152)
Gruppenarbeitsplätze: 408 (ausgestattet mit Multimediageräten/Tablet-PCs: 163)
Plätze in Seminarräumen: 85

Regallänge:

10,7 km

Projektplanung:

2006-2018

Bauarbeiten:

2013-2017

Eröffnung:

2018

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Die Attraktivität des Luxembourg Learning Centre (LLC) entspringt zu einem großen Teil aus seiner Architektur, die vom luxemburgischen Architekturbüro Valentiny HVP entworfen wurde. Die Integration des LLC in die formgebende Stahlkonstruktion der alten „Möllerei“ neben den zwei verbliebenen und restaurierten Hochöfen sowie der Kontrast des im alten Zustand gebliebenen Gebäudeteils mit der futuristischen, zum Teil dreidimensionalen Fassade bestehend aus dreieckigen, gesprenkelten Glaselementen, bilden in einer überzeugenden Art und Weise den Charakter der Cité des Sciences ab.

Für die Gestaltung der Fassadenelemente ließen sich die Architekten von den Mustern inspirieren, die Partikelablagerungen aus der früheren Stahlproduktion auf den Fenstern der einstigen Fabrik hinterlassen hatten. Die abstrahierten Muster dienen als ästhetische, grafische sowie funktionale Elemente, die den Lichteinfall in das Gebäude reduzieren, vor allem zur Südseite hin, während sie nach Norden hin eher offen gestaltet sind.

Von außen betrachtet erscheint die Fassade nahezu lichtundurchlässig. Im Innern jedoch wird die Durchlässigkeit erkennbar, die eine große Menge natürlichen Lichts einfallen lässt und so eine angenehme und offene Atmosphäre schafft. Die Durchlässigkeit und der offene Charakter der Fassade setzen sich in der Gestaltung der Mauern und Decken fort: elliptische Plattformen, die auf dünnen, teilweise schrägen Säulen scheinbar im freien Raum schweben und spektakuläre und überraschende Aussichten bieten; das riesige Förderband, das sich vom Innern des LLC-Gebäudes bis zu einem der beiden Hochöfen erstreckt, die sich gleich neben dem Gebäude befinden; das markante, zentrale Treppenhaus, das alle öffentlichen Ebenen verbindet. Zur Steuerung der Akustik in einer derart offenen Struktur, wurden die Böden mit schalldämmendem Teppichboden ausgelegt und an den Decken schallreduzierende Elemente angebracht. Um das hohe architektonische Niveau des Gebäudes zu bewahren und die industrietypische Dominanz des Schwarz-Weiß-Kontrasts auszugleichen, wurde die französische Agentur Ligne & Couleur zur Gestaltung der Inneneinrichtung ausgewählt. Deren für das Mobiliar ausgewählten Farbtöne folgen einem Konzept, das die Unterscheidung der Stockwerke anhand der in ihnen hauptsächlich verwendeten Farbe erlaubt.

Schließlich umfasst das LLC ein Bistro, einen Konferenzsaal und auf den Dächern der Verwaltungsblöcke drei „Gärten“, die das Bild von einem offenen, attraktiven, faszinierenden und lebendigen öffentlichen Ort vervollständigen.